Wind – Energie mit Tradition und Zukunft

Seit mindestens 1300 Jahren nutzt der Mensch die Windkraft, um Getreide-, Säge-, Öl- oder Kreidemühlen anzutreiben. Auch zur Bodenentwässerung, in Hammer- und Wasserschöpfwerken wurden Windräder eingesetzt.

Während im Orient ab dem 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung Windräder mit vertikaler Drehachse vorherrschten, verbreiteten sich in Europa ab dem 12. Jahrhundert Windmühlen mit horizontaler Drehachse. Bei der hölzernen Bockwindmühle ließ sich das gesamte Mühlhaus nach dem Wind ausrichten. Die später entwickelte „Holländerwindmühle” hatte einen steinernen Turm mit drehbarer oberer Turmkappe.

Im Zuge der Industrialisierung verdrängten im 18./19. Jahrhundert Dampfmaschinen und Motoren allmählich die Windmühlen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts nutzte man in Dänemark die Windkraft zur Stromversorgung ländlicher Gebiete. Doch der Siegeszug der modernen Windenergietechnik begann erst um 1975 als Folge der Ölkrise und des gestiegenen Umweltbewusstseins und ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch lange nicht zu Ende.

   
  Holländerwindmühle